Plastik – keine Zukunft

Verpackungen aller Art sind in unserem Alltag fest integriert und werden mittlerweile als selbstverständlich angesehen – zulasten unserer Umwelt.

So häufen sich die Müllberge auf der ganzen Welt – vor allem in Deutschland. Dort kommen laut statistischem Bundesamt auf einen Einwohner im Jahr über 600 Kilogramm Siedlungsmüll, wie Haushaltsmüll, Müll aus Industrie, Handel und Verpackungsmüll. Dies liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt von 480 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Insgesamt trägt Deutschland mit 50 Millionen Tonnen Müll pro Jahr mit bis zu 20 Prozent zum gesamten EU-Abfall bei.

Unsere Umwelt leidet besonders unter den Kunststoffabfällen, da diese giftige Inhaltsstoffe wie beispielsweise Bisphenol A (enthalten in Plastikflaschen) und Phtalate enthalten. Die Folgen der hohen Produktion von Kunststoff werden nur selten wahrgenommen, da wir in unserem alltäglichen Leben mit den Auswirkungen nicht direkt konfrontiert werden. Bei genauerer Betrachtung hingegen wird ersichtlich, dass unser Ökosystem stark darunter leidet. Rund 10 Millionen Tonnen Müll landen jährlich weltweit in unseren Ozeanen. Davon sind 75 Prozent allein Kunststoffabfälle.

 Wir verschmutzen unsere Gewässer jährlich weltweit mit 7,5 Millionen Tonnen Kunststoffmüll.

In bestimmten Gebieten der Ozeane haben sich riesige Abfallteppiche gebildet. Einer der bekanntesten ist der „Great Pacific Garbage Patch“ im Nordpazifik. Er umfasst mittlerweile eine Größe von Mitteleuropa.